Besondere Angebote
im Rahmen der Mittagsbetreuung

Der Zeitrahmen der Mittagspause eröffnet einen Spielraum, der kreativ gestaltet werden kann. In diesem Sinne sind Angebote verschiedenster Art denkbar. Diese können kontinuierlich dürchgeführt, aber auch - wie Workshops - zeitlich begrenzt angeboten werden.

Entscheidend ist, dass die Angebote auf Interesse bei den Schülerinnen und Schülern treffen. Ein gelungenes Beispiel dafür ist der Näh-Workshop, der am Ende des Schuljahrs 2011/2012 durchgeführt wurde.

Ideen und Anregungen in dieser Richtung sind jederzeit erwünscht (Email-Adresse siehe unten)

WAZ Kettwig, 26. Juni 2012

Knopf annähen leicht gemacht
Kostenloser Kurs für Schülerinnen des THG im Rahmen der Ganztagsbetreuung
„Es kann nie schaden, wenn man nähen kann"

Von Julia Bodlin

Kettwig. Was tun in den Freistunden? Einfach nur „rumlungern" oder vielleicht schon mal die Hausarbeiten erledigen? Warum nicht mal einen Nähkurs besuchen? Regine Henrichs bietet einen solchen kostenlos am Theodor-Heuss-Gymnasium an.


Kurse und Workshops

• Regine Henrichs ist gelernte Schneiderin und arbeitet schon viele Jahre im Kultur- und Theaterbereich.
• In den Sommerferien bietet Regine Henrichs insgesamt vier Näh-Workshops im Alten Bahnhof Kettwig an. Die Kurse finden von der dritten bis zur sechsten Woche statt. Ein viertägiger Kurs kostet 50 Euro; ein fünftägiger Kurs kostet 6o Euro.
• Neu sind die Nähworkshops für werdende oder junge Mütter in der Hebammenpraxis „Maia" an der Kirchfeldstraße
• Mehr Infos zu den Kursen und Workshops gibt es auf der Internetseite www.kosmokult.de oder telefonisch unter 02054 970502

Einmal in der Woche haben Schülerinnen der siebten Klasse die Möglichkeit, das traditionsreiche und kreative Handwerk zu erlernen.
    „Der Kurs verläuft ganz entspannt und völlig ohne Leistungsdruck", erklärt Henrichs. Mitmachen könne jede(r), der Spaß im Umgang mit Nadel und Faden hat. Das seien überwiegend Mädchen, wobei sogar auch Jungs schon reingeschnuppert hätten. Die würden die Freistunden dann aber doch eher zum Fußballspielen nutzen.
    Los geht es montags um 12:30 Uhr im Raum 14 mit dem Aufbau der Nähmaschinen. Das gewöhnliche Klassenzimmer, wo vorher noch Matheformeln an der Tafel standen, verwandelt sich binnen weniger Minuten in einen Handarbeitsraum. Ruhig sitzen oder leise sein, wie es im üblichen Unterricht der Fall ist, muss hier niemand. Die Mädchen laufen durch den Raum, suchen sich Stoffe und Schnittmuster aus oder sitzen konzentriert vor den Nähmaschinen. Individuelle Kissen oder Handytaschen - das sind die Ergebnisse, die am Ende aus dem Kurs hervorgehen. Den meisten jungen Kursteilnehmerinnen geht es hierbei aber auch einfach nur darum, zu lernen, wie man den obligatorischen Knopf annäht oder vielleicht mal eine Hose oder einen Rock kürzt.
„Es kann nie schaden, wenn man nähen kann", findet die 12-Jährige Janine. Sie würde sich aber durchaus mehr Zeit wünschen, um das Handwerk richtig zu erlernen. Die 90 Minuten gingen ihrer Meinung nach immer viel zu schnell um.
    Profi wird hier niemand, erzählt „Lehrerin" Regine Henrichs. Sie hat selber eine Ausbildung zur Schneiderin gemacht und weiß: „Die Ausbildung dauert nicht umsonst drei Jahre. Man kann bei diesem Kurs nicht erwarten, dass die Kinder anschließend alles perfekt beherrschen." Aber so kämen die Schülerinnen vielleicht auf den Geschmack... „Außerdem", so Henrichs „ist es doch auch mal schön, seine Zeit nicht nur vor dem Computer zu verbringen und stattdessen selber etwas zu schaffen und kreativ zu sein."
    Schülerin Julia hat jedenfalls großen Gefallen am Nähen gefunden: „Ich habe schon oft bei meiner Tante zugeguckt und sogar eine Nähmaschine zu Hause." Für die 13-Jährige steht fest: Sobald der Kurs am Theodor-Heuss-Gymnasium zu Ende ist, will sie einen weiteren Workshop bei Regine Henrichs absolvieren.

Für E-Mails zum Thema Ganztag verwenden Sie bitte die folgende Adresse: Ganztag@foerdern-thg.de