Frankreich-Austausch 2009

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Programm

Stimmen der französischen Schülerinnen und Schüler nach dem Austausch

  

 Kettwig Kurier, 21. März 2009

"Normannen" erobern THG
Schüler aus Percy genießen Austauschwoche

Deutsch ist eine sehr schwierige Sprache. Da nimmt es nicht wunder, dass ein wenig Schüchternheit bei den 14-jährigen Schülern aus dem französischen Percy an der Tagesordnung war, als sie in Kettwig begrüßt wurden.

lm dritten Jahr lernen ihre deutschen Mitschüler bei Lehrer Herbert Zemke Französisch, der den Austausch mit der Partnerschule, dem College du Moulin de Haut, organisiert hat. Und dazu ein umfangreiches Programm, das den „Normannen" aus dem Departement Manche die deutsche Art, das Leben zu betrachten und zu genießen, näher bringen soll. Vorher wurden auf beiden Seiten des Rheins fleißig Vokabeln gelernt, jetzt haben Wörterbücher Hochkonjunktur. Als schwierigste Übung entpuppt sich für so machen das freie, spontane Sprechen. Geübt werden konnte es beim gemeinsamen Schwimmen im Sportzentrum Am Teelbruch, einem Empfang im Rathaus mit anschließendem Stadtbummel durch die Innenstadt, aber auch in den Familien.
     Immerhin: Mit „merci", „bonjour" und „bonsoir" ist die erste Brücke bereits geschlagen. Weitere Stationen der Reise bilden für die Schüler eine „Austausch-Party" sowie eine Tagesfahrt nach Köln. Dort geht es zunächst zum Olympiastadion, dann wird der Kölner Dom bestiegen, und natürlich darf auch ein Bummel durch die Altstadt von „Cologne" nicht fehlen.
    Wie erlebt eine junge Franösin das heutige Deutschland? Der Kettwig Kurier sprach mit der 15-jährigen Austauschschülerin Charlène Lelandais aus Percy, die zurzeit amTHG zu Gast ist. Sie wohnt bei einer Gastfamilie in Kettwig, genauer gesagt bei der 14-jährigen Kameradin Annalena. „Ich war etwas überrascht, wie wenig Deutsch Charlene spricht", erzählt die Kettwiger Schülerin. Denn sie hatte vor dem persönlichen Kennenlemen mit der jungen Französin in einem Internet-Room gechattet, und da klappte alles prima. Nun aber, beim ersten Zusammentreffen, kam es ans Licht: Charlene hatte eine Übersetzungsmaschine als heimlichen Helfer benutzt.

So fällt denn aller Anfang schwer. Wo war noch einmal das Vokabelheft, das man eigens in Frankreich für den Aufenthalt in Deutschland angelegt hatte? „Wahrscheinlich irgendwo ganz unten im Koffer", meint die Jugendliche aus Percy.
    Ein paar Fragen, die sie der deutschen Familie stellen wollte, hat sie auswendig gelernt: „Was sind deine Hobbys" zum Beispiel. Aber es fällt ihr schwer, nach zwei Jahren Deutschunterricht ein paar Wörter frei zu sprechen. Partout fällt ihr nicht ein, wie der „Stundenplan" auf Deutsch heißt, nach dem sie doch so dringend fragen wollte. Dafür aber erzählt sie dem Kurier, dass sie unsere Stadt „tres jolie", also sehr hübsch findet. Und den Schulunterricht findet sie viel lockerer hier, nicht so „strict" wie in Frankreich. Und die Stunden sind viel kürzer.
    Ihre derzeitige Mitschülerin, die Kettwigerin Annalena, lernt Französisch im dritten Jahr. Im Mai geht die Fahrt für sie nach Percy. „Ich weiß, dass dort die Schule ganz anders ist. Der Unterricht dauert bis fünf Uhr nachmittags." Außerdem erwartet Annalena „ganz anderes Essen". Zumal es im College du Moulin de Haut eine eigene Cafeteria gibt, wo man warm speisen kann.
    Doch nun wird erst einmal gemeinsam eingekauft, für die „Austauschfete" im Kunstraum des THG. Da gibt es Chips und Salzstangen, und, sehr deutsch, Bockwürstchen, Nudel- und Kartoffelsalat. Vielleicht kann man sich da näher kommen und die gegenseitgen Vorbehalte überwinden. „Die Schüler aus Frankreich sind sehr scheu", findet Annalena. „Ich hatte Angst, als ich hierher kam", sagt auch Charlène. Ihr größtes Hindernis ist die Sprache. Da hat Annalenas 11-jähriger Bruder Calvin, obwohl er noch keinen Französischunterricht genoss, schon für Abhilfe gesorgt. „Damit ich mit Charlène reden kann, habe ich im Wörterbuch das Wichtigste nachgesehen. Und zwar die Vokabeln für essen, trinken, mögen und: gut geschlafen?" Im Mai fährt Annalena nach Percy. Bis dahin muss noch viel Französisch gepaukt werden, damit es mit der Verständigung klappt. Am besten ganz ohne Übersetzungsmaschine.


Bilder

Treffen mit dem Theater- und Filmschauspieler Bastian Michael im Bi-Raum

Phaenomenia - Erfahrungsfeld der Sinne

Treffen mit dem Theater- und Filmschauspieler Bastian Michael im Bi-Raum, Autogramme

Im Sport-und Olympiamuseum in Köln

Gesamte Gruppe auf der Treppe vor dem Kölner Dom


Programm

11.3. Mittwoch Mercredi
Ankunft in Kettwig
(ab 18.00 h, Telefonkette)
Schwimmzentrum „Im Teelbruch“
12. 3. Donnertag Jeudi
8.00 Uhr Begrüßung im THG
2./3. Stunde: Teilnahme am Unterricht
10.45 Fahrt nach Essen
12.00 h Rathausempfang
13.00 h Treffen mit den deutschen Teilnehmern vor dem Rathaus: Rallye
anschl. Innenstadtbummel
Rückkehr in Gruppen ohne Begleitung
13. 3. Freitag Vendredi
1./2. Stunde: Teilnahme am Unterricht
3. – 6. Stunde Kunst-/Filmprojekt
Treffen mit dem Schauspieler
Bastian Michael

15 Uhr, Bi-Raum THG
14. 3. Samstag Samedi
in der Familie
15. 3. Sonntag Dimanche
in der Familie
16. 3. Montag Lundi
Erfahrungsfeld der Sinne
9.00 Uhr
Rückkehr zum THG 13.20 Uhr
Austausch-Party
17.30 –21.30 Uhr THG Raum 304
17. 3. Dienstag Mardi
Fahrt nach Köln
9.02 Uhr S-Bahn ab Kettwig S-Bhf
Sport- und Olympiamuseum
11.20 Uhr Führung
anschl. gemeinsame Dombesteigung
Bummel in der Kölner Innenstadt
Rückkehr ca.18.00 Uhr (1)
18. 3. Mittwoch Mercredi
Abreise
7.30 Uhr
Schwimmzentrum „Im Teelbruch“

 

 


Stimmen der französischen Schülerinnen und Schüler nach dem Austausch


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