HVV-Kunstfenster

WAZ Kettwig, 4.März 2011

Vun drusse noh drinne noh drusse
Schülerinnen und Schüler des THG gestalten das HVV-Kunstfenster im Rathaus

Die Gymnasiasten des THG gestalten das HVV-Kunstfenster im Kettwiger Rathaus
Vun drusse noh drinne noh drusse - die freie Abwandlung des Albumtitels der Kölner Band Bap von 1982 fasst anschaulich zusammen, worum es den Schülerinnen und Schülern des 13er-Kunstkurses am THG bei dieser originellen Ausstellung geht. Sie haben sich mit der einfachen, aber grundlegenden Frage beschäftigt, was das denn ist, ein „Abbild".
    So wie jeder Besucher des Kunstfensters im Rathaus haben auch sie sich vor das Fenster gestellt. Was soll rein in diesen Raum der Kunst? Was stellen wir den Leuten vor? Und dann sind sie hineingegangen, haben sich ins Schaufenster gestellt und haben sich gefragt: Was sieht man, wenn man rausguckt?
Was ist die Wirklichkeit da draußen? Was geschieht, wenn diese Wirklichkeit herein geholt, verwandelt, und zur Kunst wird? Dieses Thema steht im Zusammenhang des Kunstunterrichts in der Jahrgangsstufe 13 und der dort behandelten Positionen des Realismus - in der Theorie manchmal zähe Kost.

Kuratorin hatte eine mutige Idee
Um so dankbarer war der Kunstlehrer Klaus Bedbur, dass Brigitte Scherg als Kuratorin des Kunstfensters die mutige Idee hatte, den Raum einmal jungen Künstlern zur Verfügung zu stellen.
    Was wird den Betrachtern gezeigt? Der Blick auf den Rathausplatz, der beherrschende Turm des Rathauses, die Laterne, die den Platz beleuchtet, der Papierkorb, die Bank - der Alltag vor dem Fenster wird in klaren und einfachen Schritten aufgegriffen, verwandelt und seine Abbilder dem Betrachter entgegengestellt. Das Kunstfenster übernimmt in diesem Fall die Aufgabe eines Spielgelbildes. Die Namen der Künstler: Prospekt Schulstraße -Jaqueline Jozwiak, Rene Junker, Rathausturm - Fabian Lakenbrink, Nils Tschampel, Niclas Wagner, Laternenobjekt - Daniel Düppenbecker, Papierkorbprojekt - Birte Bludau, Jil Peckelhoff, Farbstudien - Niklas Wagner, Skizzensammlung - Leonard Lilienfein.