Gespenstergeschichte

Die Kursteilnehmer des GK 11 Latein von Herrn Reindl haben eine Gespenstergeschichte des römischen Schriftstellers Plinius des Jüngeren übersetzt (Plin.ep.7,27). In der kreativen Auseinandersetzung mit der übersetzten Begegnung mit einem Geist haben sich drei Kursteilnehmer zur Umsetzung der Geschichte in Form eines Schattenspiels entschieden. Das Schattenspiel bzw. Schattentheater selbst stammt aus Südostasien und hat dort eine sehr lange Tradition: Die drei Kursteilnehmer haben sich dafür entscheiden, die Hör- und Seheindrücke zu trennen, indem einer den Erzähltext vorgetragen und die anderen beiden die Figuren und Gegenstände vorgeführt haben. Im Folgenden ist der Erzähltext mit Referenz zu den dargestellten Seheindrücken.


Gespenstergeschichte
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Es war einmal ein verlassenes Haus in Athen , das ein altes, einsames Gespenst bewohnte .

Dieses war wegen der grauenvollen Geräusche, die nachts zu hören waren, verrufen und gefürchtet .

Trotzdem wurde es ausgeschrieben und sollte verkauft werden.
Eines Tages kam der Philosoph Athenodorus nach Athen . Er interessierte sich für das Haus , ihn irritierte allerdings der niedrige

Preis des doch großen Hauses .

Nach längerem Erkundigen mietete er es trotzdem .

Er richtete sich ein und es wurde Abend .

Der Philosoph vernahm Geräusche von rasselndem Eisen und andere, unbekannte .

Er glaubte allerdings nicht an Geister, weshalb er absichtlich nicht hinhörte und somit die Geräusche missachtete .


Der Lärm nahm zu und nach einer Weile konnte er ihn nicht mehr ignorieren. Er blickte von seinem Tisch auf und erkannte das armselige Gespenst, welches ihm zuwinkte .

Er erschrak nicht, sondern drehte sich wieder um, allerdings nahm der Lärm, der durch die Geräusche produziert wurde, nicht wieder ab .

Deshalb blickte er sich erneut um und ging mit seiner Lampe auf das Gespenst zu , welches die Treppen hinab sich von ihm entfernte .

Er folgte dem Geist .

Dieser bog in den Hof ab und verschwand .

Athenodorus legte daraufhin auf den Ort, wo der Geist verschwunden war, ein Blatt, um am nächsten Tag den Beamten der Stadt den Platz zu zeigen .

Diese Stelle wurde am nächsten Tag ausgegraben .

Man fand Knochen und Fesseln und setzte den Leichnam nach dem Fund öffentlich bei .

In den darauf folgenden Nächten ist nie wieder in dem Haus gespukt worden. Der Tote hat seine Ruhe gefunden und das Haus war endlich frei von den Geistern der Verstorbenen .

Von Janine, Julia und Julien (Jgst. 11)