Europa

Festakt und Activity zur Zertifizierung

Das THG ist Europaschule. Im November 2011 wurde der Schule dieses Prädikat offiziell im NRW-Landtag verliehen. Damit auch die Schulgemeinde an diesem schönen Ereignis teilhaben konnte, fanden im Januar 2012 zwei schulinterne Veranstaltungen statt. Zunächst ein Festakt im Foyer mit den Lehrern, Vertretern der Eltern und Schüler sowie weiterer beteiligter Gruppen und dann eine besondere Activity der ganzen Schule. Am Donnerstag, den 26. Januar hieß es für alle 860 Schülerinnen und Schüler: Wie stellen unsere Gemeinschaft, die der Schule und die Europas in einem dar. So formierten sich unter der Leitung von Herrn Bedbur alle zu einer großen Europafahne.

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Was denken die THG'ler über Europa?

Für den Festakt am 24. Januar hatten alle Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, mit einem Satz zu sagen, was Europa ihnen bedeutet. Natürlich gab es in Zeiten der Euro- bzw. Finanzkrise auch jede Menge kritischer Anmerkungen. Anlässlich des positiven Ereignisses haben wird die ausdrucksstärksten unter den positiven Aussagen ausgewählt. Die besten Sätze aus Unter-, Mittel- und Oberstufe wurden prämiert.

Lesen Sie, was zusammengekommen ist: Power-Point-Präsentation (242 KB)


WAZ Kettwig, 27. Januar 2012

Damit es jeder sieht
THG-Schüler formieren sich zur menschlichen Europaflagge

Henrik Stan

27, mit Kroatien demnächst 28 Mitglieder zählt die Europäische Union. Auf ihrer Flagge sind aber nur 12 Sterne abgebildet, das unterscheidet sie von „Star spangled" Banner der USA, das jedem Staat ein eigenes, gezacktes Symbol zubilligt.
    Und es erleichterte die Choreografie am Theodor-Heuss-Gymnasium, wo sich am Donnerstag eine lebendige Fahne formierte.Alle sollten es sehen: Das THG ist Europaschule, im November von NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann im Landtag offiziell zertifiziert.



Behörde fand noch Haar in der Suppe

Dass sich Ziele nicht immer ohne Stolpersteine realisieren lassen, wurde an der Hauptstraße besonders augenfällig. Eigentlich hatte man die Schülergruppe in Blau und Gelb schon zwei Tage zuvor antreten lassen wollen.
    Bis zur Ausstellung der Ernennungsurkunde hieß es ebenfalls nachsitzen. Zwar war die Bewerbung akribisch vorbereitet worden, doch die Genehmigungsbehörden in Düsseldorf
fanden noch ein Haar in der Suppe.

    Dass es nun wirklich geklappt hat, erfreut vor allem Schulleiter Dr. Thomas Doepner. Er war 2010 mit dem erklärten Ziel angetreten, das THG unbedingt zur Europaschule zu machen. „Nur vier Prozent aller Bewerber erfüllen die nötigen Kriterien", weiß er.
    Und weiß auch: Dieser Anfangserfolg muss immer wieder neu unter Beweis gestellt werden. Denn nach fünf Jahren steht eine Rezertifizierung an. Was in den Bereichen Fremdsprachen, Auslandspraktika und Schüleraustausch erreicht wurde, nimmt eine Kommission noch einmal genau unter die Lupe.

Kettwig Kurier 19. November 2011

Europa daheim in Kettwig
THG wird Europaschule - Lehrer und Schüler entwickeln Gedanken ständig weiter

Ein echter Top-Hit ist das vereinte Europa noch immer nicht. Auch nicht im 28. Jahr seines Bestehens. Dank schwächelndem Euro, europakritischen Gedanken und Berichten aus vielen Mitgliedsstaaten und miesen Wirtschaftsprognosen auch kein Wunder. Da ist die Auszeichnung des Theodor-Heuss-Gymnasiums als Europaschule einer dieser seltenen Lichtblicke, in einem aktuell eher düster daherkommenden Europa.

VON SVEN KRAUSE


Lange haben Rektor Dr. Thomas Doepner und sein Team auf diesen Tag hingearbeitet. Gute drei Jahre vergingen seit der Idee, sich als Europaschule zu positionieren, wie Konrektor Dr. Walter Jahnke auf einer Lehrerkonferenz formulierte. Doepner erinnert sich: „Wir waren alle von diesem Ansatz begeistert und haben uns relativ schnell an eine entsprechende Umsetzung gemacht." Dank des seit Jahren am THG verankerten bilingualen Zweiges und vieler Auslandsfahrten und -freizeiten der Schule war ein entsprechendes Fundament vorhanden. Doch was eine entsprechende Europaorientierung im Lehrplan und vor allem passende Praktikumsstellen bei ausländischen Firmen für Schüler anging, da mussten Doepner und seine Mitarbeiter doch entsprechend nachbessern. Der Rektor blickt inzwischen durchaus stolz auf die Entwicklung des THG in diese Richtung zurück. „Wir haben uns immer halbjährliche Parameter gesetzt, in deren Grenzen wir versucht

haben uns Stück für Stück immer intensiver mit dem Thema Europa zu beschäftigen. Vor allem in der Oberstufe ist uns das inzwischen gut gelungen." So ist der Kurs „Wirtschaftsenglisch", den es seit zwei Jahren am THG gibt, inzwischen qualitativ so hochwertig, dass er auf

Pro-Seminar-Ebene abläuft und der jüngsten Generation von Auslandspraktikanten ein gutes Rüstzeug für ihren Auslandsaufenthalt mitgegeben hat. So weiß etwa Tina Sunjic, die in einem metallverarbeitenden Betrieb in der Nähe des englischen Birmingham eingesetzt war, zu berichten: „Dass meine Vorgesetzten und Kollegen total begeistert waren, dass es junge Deutsche gibt, die so fließend Englisch sprechen und auch verstehen." Die gleichen Erfahrungen haben auch Tim Haren und Kira Paul gemacht, die es in die Immobilienbranche nach Atlanta/Georgia verschlug. "Wir haben wirklich alles verstanden und konnten uns auch in schwierigen Fachtermini ausdrücken.
Das war schon toll und hat uns gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind." Bevor diese positiven Erfahrungen allerdings möglich waren, galt es vor allem bei den Auslandspraktika viele Verbindungen in Eigeninitiative zu knüpfen. Unterstuung in diesem Bereich gab es vom ansonsten gut zuarbeitenden Kultusministerium in Düsseldorf nicht. Für Projektmitarbeiterin Madeleine Wernes dennoch eine gute Erfahrung. "Ganz gleich ob wir bei den Auslandspraktika auf eigene Kontakte oder die von Eltern oder Verwandten unserer Schüler zurückgreifen konnten, wir haben viele wichtige Erkenntnisse gewonnen, die das Projekt Europaschule deutlich weiter gebracht haben." Bevor es soweit war, musste das THG in Sachen Zertifizierung allerdings ein Jahr nachsitzen, denn 2010 bemängelten die zuständigen Gremien bei der Landesregierung in Düsseldorf eben vor allem noch besagte Auslandspraktika. Doch seit kurzem ist das alles Schnee von gestern und Doepner und sein Team blicken schon in die Zukunft. Zunächst einmal wird es im Januar einen entsprechenden Europa-Festakt geben, auf dem die Zcrtifizientng gefeiert wird. Danach gilt es, den Europatag unter der Leittung von Wernes im Mai oder Juni erfolgreich über die Bühne zu bringen. Und dann ist da noch die Sekundarstufe eins, die der Schulleiter ebenfalls noch mehr mit ins Boot holen möchte. Da haben wir auch schon verschiedene Ideen, doch für die praxistaugliche Umsetzung brauchen wir noch ein bisschen. Schließlich ist Europa ja auch nicht an einem Tag zusammengewachsen." Wohl wahr, doch wer die Begeisterung und die Erfolge am THG sieht, weiß dass in diesem kleinen Kosmus in drei Jahren viel mehr möglich ist, als europaweit in 28. Respekt.