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Handball-AG

Finale der NRW-Meisterschaft im Schulhallenhandball

Fünfundzwanzig Minuten lang durften die Mädchen des Theodor-Heuss-Gymnasiums von der großen Reise nach Berlin träumen. Doch dann verklang der "Jugend-trainiert-für-Olympia"-Traum im immer triumphierenderen Trommel-und Triumphgeschrei des gewaltigen Fanblocks des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums Hamm.

In Wuppertal, wo das Landesfinale der Ballspiele quer durch die Sporthallen der Stadt stattfand, mussten sich die THG-Schülerinnen mit 7:21, klar, aber in der Höhe völlig unverdient, geschlagen geben. Denn die Kettwigerinnen hatten im Endspiel um die NRW-Meisterschaft einen furiosen Start erwischt. Ihre agile Abwehr gab den Gegnerinnen keinen Zentimeter Raum, ließ keine einzige echte Torchance zu. Nach vier Minuten dafür der erste Treffer des Nordrheinmeisters durch Tina Borchert, dem sie bis zur fünfzehnten Minute die Tore zwei und drei folgen ließ. Hamm wirkte geschockt, nervös, konnte erst jetzt seinen ersten Zähler verbuchen. Im Gegenzug stellte Borchert den Abstand gleich wieder her. Nach zwei weiteren Hammer Gegentreffern dann der endgültige Bruch im Kettwiger Spiel. Kristina Danhoff, nach einer gegnerischen Attacke bereits angeschlagen und minutenlang auf der Bank, musste nach einer Abwehraktion mit blutender Lippe vom Feld und kam nicht wieder. In Abwehr und Angriff gleichermaßen spieltragend, war sie durch die Reservespielerinnen einfach nicht zu ersetzen. Hamm deckte die Schwächen auf, zog auf 6:4 vorbei, ehe Kristina Borchert den 5:6-Halbzeitstand herstellen konnte.

Kettwigs Bank reagierte, ließ Hamms Hauptangreiferin, die bis dahin sämtliche Tore erzielt hatte, in Manndeckung nehmen. Doch die Schwächung war zu groß. Das sehr ausgeglichen besetzte Team aus Hamm spürte, dass der Kettwiger Angriffsdruck nachließ, spielte immer offensiver, erzwang Fehlabgaben. Eine Serie von Tempogegenstößen rollte gegen das Tor der machtlosen Lina Heintschel von Heinegg, ließ den Rückstand weiter anschwellen und verunsicherte die THG-Spielerinnen immer mehr. Klarste Torchancen, ja Siebenmeter fanden gegen die starke Hammer Torhüterin nicht mehr den Weg ins Tor. Das Team resignierte, stellte die Gegenwehr teilweise ein. Durch zwei Einzelaktionen gelangen wiederum Tina Borchert in der Schlussphase die beiden einzigen Kettwiger Treffer der 2.Halbzeit. Nach dem Schlusspfiff waren Enttäuschung und Unzufriedenheit natürlich erst einmal groß, klangen aber nach und nach ab. Setzte sich doch die Erkenntnis durch, dass die THG-Mädchen den größten Handballerfolg der Schulgeschichte errungen hatten, ja dass selbst in der Essener Handballgeschichte ähnliche Erfolge weit zurückliegen. Eine gelungene Siegerehrung im luxuriösen Bayer-Sportpark, Sweatshirts, Müsliriegel und eine Plakette taten ein übriges, um eine fröhliche Heimfahrt sicherzustellen.

Es spielten für das THG: Lina Heintschel von Heinegg, Marina Mindnich (im Tor), Sarah Brügge, Miriam Oligmüller, Christina Danhof, Sarah Eumann, Tina Borchert (alle Tore), Sonja Rautenberg, Sarah Knorr, Carina Struwe


Großartiger Triumph im Schulhallenhandball

Theodor-Heuss-Gymnasium Essen-Kettwig wird Nordrheinmeister im Schulhallenhandball der Mädchen und steht im Finale um die NRW-Meisterschaft

Jubelschreie, strahlende Mienen und Umarmungen beim Schlusspfiff im benachbarten Heiligenhaus. Mit einem in dieser Höhe nicht erwarteten 27:10-Sieg erreichten die Handballerinnen des Theodor-Heuss-Gymnasiums Kettwig das Endspiel um die Schulmeisterschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Nur ein einziger Sieg trennt die 12-14-jährigen Mädchen damit noch vom Deutschlandfinale "Jugend trainiert für Olympia" in Berlin.

Den großartigen Erfolg konnten die Gegnerinnen des Cusanus-Gymnasiums Erkelenz nie in Gefahr bringen. Hauptangreiferin Kristina Borchert brachte ihre Mannschaft schon nach 20 Sekunden mit einem satten Wurf von der Außenposition in Führung und erhöhte kurz darauf per Tempogegenstoß. Nach einer behenden Drehung erzielte Sarah Brügge vom Kreis das 3:0. Trotz des optimalen Beginns kämpfte das Team in der Anfangsphase mit den eigenen Nerven. Überhastete Angriffe und technische Fehler stoppten den Schwung. Erkelenz kam zum Anschluss, konnte den 2-Tore-Rückstand bis zum 6:4 halten. Vier Tore in Folge von Tina Borchert brachten dann aber die frühe Vorentscheidung. Der letzte Treffer zum 11:5-Pausenstand war Mannschaftsführerin Sonja Rautenberg vorbehalten, die gleich nach der Halbzeit den Torreigen fortsetzt.

Der Widerstand der Gegenspielerinnen zerbricht in dieser Phase endgültig. Borchert, Brügge und dreimal Christina Danhof schrauben das Ergebnis auf 17:5, ehe Erkelenz zwei Gegentreffer in Folge gelingen. Fünf weitere Kettwiger Tore, davon zwei durch Sarah Eumann erhöhen den Spielstand auf 23:7. In der Schlussphase lockern die Kettwigerinnen ihre Abwehr. Erkelenz kommt gegen die sichere Torhüterin Lina Heintschel von Heinegg noch zu drei Erfolgen. Doch den Schlusspunkt setzt das THG-Team zum 27:10-Endstand.

Zum Landesfinale darf die Mannschaft am 27.März nach Wuppertal gegen den Westfalenmeister spielen. Unmittelbar vorher allerdings fahren drei der Mädchen in die Skisportwoche des THG. Alle Beteiligten und Fans drücken den jungen Damen die Daumen für eine gesunde Heimkehr. Für das THG spielten: Lina Heintschel von Heinegg (im Tor), Kristina Borchert (9), Christina Danhof (9), Sonja Rautenberg (3), Sarah Brügge (3), Sarah Eumann (3), Miriam Oligmüller, Sarah Knorr, Carina Struwe. - Herbert Zemke


WAZ-Kettwig, 25. Januar 2001

THG-Handballmädchen sind jetzt in Runde drei

Ziel ist "Jugend trainiert für Olympia" HEILIGENHAUS.

Erfolg für die Handball-Mädchen des Theodor-Heuss- Gymnasiums.

Bei den Regierungsbezirksmeisterschaften schlugen sie als Essener Meister die Vertretungen aus Wuppertal- Vohwinkel und vom Immanuel-Kant- Gymnasium Heiligenhaus. Damit erreichten sie Runde drei auf dem Weg zur Berliner Veranstaltung "Jugend trainiert für Olympia". Von Beginn an nahmen die Wuppertaler Mädchen Kettwigs Hauptangreiferin Kristina Borchert in Manndeckung,

die sich aber geschickt an den Kreis zurückzog. Christina Danhof übernahm die Verantwortung und markierte die ersten beiden THG-Treffer. Quirlig setzte sich Sonja Rautenberg in der Angriffsmitte durch, bevor auch Borchert - geschickt freigespielt - zu zwei Toren kam. Mit aggressiver Deckungsarbeit wurde der Wuppertaler Angriff auf Distanz gehalten. 10:6 lautete das Ergebnis nach dem Schlusspfiff.

Schwerer tat sich Kettwig gegen die Heiligenhauser Mädchen, doch zur Pause hieß es immerhin 4:1. Im Gefühl des Sieges hatte das THG einen Hänger und kassierte den Anschlusstreffer. Doch es langte noch zum 6:3 für Kettwig. Für das THG spielten: Lina Heintschel von Heinegg im Tor, Kristina Borchert (6 Tore), Sonja Rautenberg (4), Chistina Danhof (3), Sarah Eumann (3), Miriam Oligmüller, Sarah Knorr, Carina Sruwe.

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